Zukunftspfade & Handlungsoptionen

Illustration von Menschen, die an einer gemeinsamen Idee arbeiten

Im Arbeitspaket 4 werden wir mögliche Zukunftspfade für die ausgewählten Regionen Berlin und Spree-Neiße durch Szenarien und Handlungsoptionen darstellen und erfahrbar machen.

Für die beiden ausgewählten Regionen werden je ein Best-Case, ein Worst-Case und ein wahrscheinliches mittleres Szenario identifiziert. Bei der Umsetzung der Szenarien kann es zu wirtschaftlichen Umstrukturierungen mit positiven und negativen Effekten für diese Gebiete kommen. ESRa wird diese Effekte und ihre finanziellen Auswirkungen auf die Regionen untersuchen.

Um die Umsetzung der Szenarien zu unterstützen, werden wir in ESRa Finanzierungsmodelle aufzeigen, mit denen wünschenswerte Entwicklungen gestärkt und negative finanzielle Auswirkungen abgemildert werden können. Die Quellen von Investitionen werden so weit wie möglich von privaten Akteuren vorgeschlagen; diese müssen aber oft mit öffentlichen Geldern wie etwa Förder- und Anreizprogrammen unterstützt werden. Erfahrungen aus Best-Practice-Beispielen sollen dabei helfen, die Belastung des öffentlichen Haushalts insgesamt zu minimieren. Die Analyse der Finanzierungsmodelle und eine Risikoabschätzung zu den einzelnen Szenarien bilden die Grundlage für die Entwicklung von Handlungsoptionen und ‑empfehlungen.

Die Forschungsergebnisse aus ESRa sollen auch auf andere Regionen übertragbar sein, um eine gelingende Energiewende voranzutreiben. Dazu ist es notwendig, die unterschiedlichen Voraussetzungen und Herausforderungen sowie die derzeitigen rechtlichen Gegebenheiten in den Projektregionen zu ermitteln. Anhand dieser Ausgangssituation wird geprüft, ob und inwiefern rechtlicher Anpassungsbedarf besteht, und wie dieser aufbauend auf den ermittelten Szenarien ausgestaltet werden kann. In ESRa untersuchen und vergleichen wir dafür neue regulative Ansätze sowie Ausgestaltungsmöglichkeiten administrativen und hoheitlichen Handelns mit Einfluss auf den Transformationsprozess.

So soll am Ende ein systematisierter juristischer „Instrumentenkanon“ entstehen und abschließend geeignete Handlungsoptionen ausformuliert werden. Diese bilden die Grundlage für konkrete Gesetzgebungsvorschläge sowie Empfehlungen für Reformen in der Verwaltungspraxis.